Willkommen bei den Original Blütenweg-Jazzern - a one, two, three, four...!

Die ORIGINAL BLÜTENWEG-JAZZER als "Flower Way Press Band" am 18.09.1981 auf dem Wendehammer im Blütenweg in Bensheim
Die Original Blütenweg -Jazzer am 18.09.1990

Dixieland und Oldies von der Bergstraße: Die Original Blütenweg-Jazzer

Dieser Name ist inzwischen zum Markenzeichen geworden und beinhaltet Ursprung und Musikstil der Band, die sich einem fröhlichen Dixieland und verjazzten Oldies verschrieben hat und deren Bekanntheit und Beliebtheit ständig zunimmt.
Original steht für die unverwechselbare Art und humorvolle Interpretation bekannter und weniger bekannter Jazzstandards und Oldies, die ein breites Publikum aus Alt und Jung gleichermaßen begeistert.
Blütenweg heißt die Straße in Bensheim, in der sich 1979 um Prof. Dr. Bruno Weis eine Gruppe von begeisterten Amateurmusikern formierte.
Jazzer gibt die Musikrichtung der Gruppe an. Klassischer Dixieland und verjazzte Oldies kennzeichnen das umfangreiche Repertoire. Der Einsatz „exotischer“ Instrumente wie z. B. Mundharmonika, Akkordeon und Waschbrett beweist die Kreativität der Musiker, zeigt aber auch den Spaß, den die Band an der Musik hat und den sie an die Zuhörer weitergibt.
 

 

Aktuelles

Die nächsten öffentlichen Auftritte der ORIGINAL BLÜTENWEG-JAZZER finden Sie unter "Termine".

 

Bundesverdienstkreuz für Prof. Dr. Bruno Weis

Bundesverdienstkreuz für Prof. Bruno Weis von den Blütenwegjazzern
Foto: Thomas Tritsch
Spontanes Ständchen mit Verdienstkreuz-Träger: die Original Blütenwegjazzer
Foto: Thomas Tritsch

Die Blütenwegjazzer gratulieren ihrem Gründer und Bandleader Bruno Weis aufs Herzlichste zum Bundesverdienstkreuz. Es wurde ihm kürzlich von der Hessischen Europaministerin Luzia Puttrich bei einem Festakt in der Staatskanzlei in Wiesbaden überreicht. Natürlich ging das nicht ohne ein Ständchen der Blütenwegjazzer ab. Hier der Bericht aus dem "Bergsträßer Anzeiger" - herzlichen Dank an den Redakteur Thomas Tritsch für Text und Fotos!

 

 

New-Orleans-Sound in der Staatskanzlei 

Verdienstorden Europaministerin Lucia Puttrich würdigt Professor Bruno Weis

Sogar der ehrwürdige Büchner-Saal in der Hessischen Staatskanzlei wurde spontan zum Jazzkeller: Nachdem er mit dem Bundesverdienstorden ausgezeichnet wurde, mobilisierte Professor Bruno Weis die Bandkollegen für ein kleines Ständchen. Die "Bourbon Street Parade" in der Regierungszentrale. Auch Europaministerin Lucia Puttrich machte große Ohren.

Zuvor hatte der Bensheimer den Saal mit kleinen Zaubertricks unterhalten. "Wenn Post aus der Staatskanzlei im Briefkasten liegt, dann denkt man erst, man hat etwas falsch gemacht", so Weis bei der Feierstunde in Wiesbaden. Das Gegenteil war der Fall: Mit der hohen Ehrung wird sein langjähriges ehrenamtliches Engagement im kulturellen Bereich gewürdigt.

Die Original Blütenweg Jazzer, die Weis 1979 gegründet hat, seien aus dem kulturellen und sozialen Leben an der Bergstraße nicht wegzudenken, sagte Lucia Puttrich. Die Bevollmächtigte des Landes beim Bund zeigte sich erstaunt von der bunten und facettenreichen Biografie des Bensheimers, der mit seiner Band auch als offizieller Botschafter der Bergstraße unterwegs ist. Mit Fußballtrainer Klaus Schlappner war ein weiterer Kollege aus dieser Repräsentantenriege in die Landeshauptstadt gekommen, um beim Festakt dabei zu sein.

Bergstraße prominent vertreten

Das vom Bundespräsidenten verliehene Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland - so heißt das korrekt - wurde in Wiesbaden an Weis und drei weitere Persönlichkeiten überreicht. Die Bergstraße war prominent vertreten. Neben der Ersten Kreisbeigeordneten Diana Stolz und dem Kreistagsvorsitzenden Gottfried Schneider war unter anderen auch der frühere Kreisbeigeordnete Egon Straub gekommen. Er hatte Weis für die Ehrung vorgeschlagen. Die siebenköpfigen Blütenweg Jazzer waren komplett anwesend. Diesmal war der Gründer am Banjo nur Zuhörer.

Dr. Bruno Weis ist Elektroingenieur und hat unter anderem als Professor an der Technischen Universität Berlin gelehrt. Daneben war er unter anderem von 1968 bis 1973 Leiter eines Lichttechnischen Labors in Stuttgart. Bis heute ist er der musikalische Leiter einer Band, die in der Bergsträßer Kulturszene seit bald 40 Jahren einen wohlklingenden Namen trägt. Lucia Puttrich bezeichnete Weis und seine Musikerkollegen als Aushängeschild der Region und darüber hinaus.

Unter anderem hat die Truppe zahlreiche Benefizveranstaltungen für karitative Einrichtungen initiiert, etwa für den Hospizverein Bergstraße, für die Hochwasserhilfe in den damaligen neuen Bundesländern, für notleidende Straßenkinder in Südafrika und die Opfer des Hurrikans Katrina in New Orleans. Durch diese Initiativen kamen erhebliche Spendensummen zusammen. Als Dank wurden die Original Blütenweg Jazzer zu Ehrenbürgern der Stadt New Orleans ernannt. 

Im Jahr 2006 tourte die Formation durch Südafrika und spielte vier Konzerte in Kapstadt und Umgebung. Die Gagen wurden für afrikanische Straßenkinder gespendet. Weitere Tourneen führten 2009 nach Litauen, 2011 nach Irland und 2012 entlang der Donau. "Musik als ein Stück Völkerverständigung", so die Ministerin. 2013 gaben die Blütenweg Jazzer mit anderen regionalen Künstlern ein Benefizkonzert gegen Gewalt und unterstützten damit die vom Frauenhaus Bergstraße ins Leben gerufene Bewegung für ein gewaltfreies Leben.

Engagement auch für soziale Ziele

Seit 2007 ist Weis künstlerischer Leiter des Bergsträßer Jazz Festivals, das jedes Jahr an verschiedenen Veranstaltungsorten mit teilweise international hochkarätigen Musikern stattfindet. Doch sein Engagement erstreckt sich auch in den sozialen Bereich. 1989 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Rotary Clubs Bensheim-Heppenheim und hat sich seitdem in vielfältiger Weise für dessen Zielsetzungen eingesetzt.

Zwei spezielle Projekte sind hier besonders prominent: ein jährliches Jazzkonzert, das sich 2013 zum Jazzfestival für die Big Bands der Bensheimer und Heppenheimer Gymnasien entwickelt hat. Damit wurde die musikalische Bildung der Schüler betont und die Zusammenarbeit zwischen den Schulen intensiviert. 2014 trat erstmals eine gemeinsame Bergsträßer Schüler-Big Band auf.

Die auf Weis' Initiative 1994 gestartete Partnerschaft mit dem Rotary Club Amersham in Großbritannien dauert bis heute an und sei ein wertvoller Beitrag zur deutsch-britischen Verständigung in schwierigen Zeiten, so die Europaministerin.

"Die Band ist ein großer Teil meines Lebens", sagte Prof. Bruno Weis in seiner Dankesrede. Er freue sich sehr über diese besondere Auszeichnung, die er in Ehren halten werde. Das sei ganz im Sinne des Erfinders, betonte Lucia Puttrich: "Dieser Orden soll getragen werden, um für andere ein Ansporn zu sein." Zum Abschluss zauberte Weis noch einen Blumenstrauß für seine Frau Helga aus der Tasche. Nächstes Jahr ist goldene Hochzeit.  

 

 

Pressebericht: Kreis-Anzeiger, Zeitungsgruppe Zentralhessen

 
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