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Willkommen bei den Original Blütenweg-Jazzern - a one, two, three, four...!

Dixieland und Oldies von der Bergstraße: Die Original Blütenweg-Jazzer

Dieser Name ist inzwischen zum Markenzeichen geworden und beinhaltet Ursprung und Musikstil der Band, die sich einem fröhlichen Dixieland und verjazzten Oldies verschrieben hat und deren Bekanntheit und Beliebtheit ständig zunimmt.
Original steht für die unverwechselbare Art und humorvolle Interpretation bekannter und weniger bekannter Jazzstandards und Oldies, die ein breites Publikum aus Alt und Jung gleichermaßen begeistert.
Blütenweg heißt die Straße in Bensheim, in der sich 1979 um Prof. Dr. Bruno Weis eine Gruppe von begeisterten Amateurmusikern formierte.
Jazzer gibt die Musikrichtung der Gruppe an. Klassischer Dixieland und verjazzte Oldies kennzeichnen das umfangreiche Repertoire. Der Einsatz „exotischer“ Instrumente wie z. B. Mundharmonika, Akkordeon und Waschbrett beweist die Kreativität der Musiker, zeigt aber auch den Spaß, den die Band an der Musik hat und den sie an die Zuhörer weitergibt.

Aktuelles

Die nächsten öffentlichen Auftritte der ORIGINAL BLÜTENWEG-JAZZER finden Sie unter "Termine".

Glacier Express und Zauberberg

Vor dem Bernina Express

Bensheim
Blütenweg-Jazzer Fanclub und Musiker waren mit dem Glacier-Express in den Schweizer Alpen unterwegs
Vorbei an Wasserfällen, Gletschern und Bergseen
22. Oktober 2018 Autor: red
Die Blütenweg-Jazzer und ihr Fanclub waren mit dem Glacier-Express unterwegs.
© Blütenweg-Jazzer
Bensheim.Die diesjährige Reise des Fanclubs der Original Blütenweg-Jazzer stand unter dem Motto: „Glacier-Express und Zauberberg“. 88 Fans und Musiker mit ihren Instrumenten starteten in zwei Bussen Richtung Davos. Die Vorsitzende, Tanja Formatschek, hatte die Reise bis ins Detail geplant und dort ein Hotel für die große Gruppe gebucht.
Am ersten Tag unternahmen die Fans einen Ausflug auf die „Schatzalp“. Das im Jahr 1900 im Jugendstil erbaute Lungen-Sanatorium und heutige Hotel diente Thomas Mann für seinen Roman „Zauberberg“, in dem er das Leben im Sanatorium beschrieb, als Vorlage.
Am Nachmittag gaben die Original Blütenweg-Jazzer das erste Konzert in Bergün, einem der schönsten Graubündener Alpendörfer. Im Hotel „Kurhaus“, das schon 1906 eröffnet wurde, spielte die Band in einem prachtvollen, ganz in blau gehaltenem Saal, mit toller Akustik. Die mitgereisten Musiker waren: Prof. Dr. Bruno Weis als Bandleader (Banjo, Waschbrett, Moderation), Hubert Ensinger (Trompete, Akkordeon, Gesang), Peter Glenewinkel (Posaune), dem „Gast“ Hermann Peitz (Saxophon, Klarinette, Querflöte), dem „Gast“ Roland Ulatowski (Bass), dem „Gast“ Tommy Debus-Woller (Schlagzeug), Rainer Dorstewitz (Banjo) und Dieter Kordes (Klavier, Akkordeon, Gesang).
Wie so oft übertrug sich die gute Stimmung der Musiker schnell auf das Publikum und schon bald wurde mitgeklatscht und getanzt.
Ständchen auf dem Bahnsteig
Die Voraussetzungen für den Ausflug mit dem Bernina Express am nächsten Tag waren optimal: blauer Himmel, Sonne und schneebedeckte Berge. Die Bernina-Bahnlinie, die 1910 fertiggestellt wurde und heute Teil des UNESCO-Welterbes ist, ist die höchstgelegenste, ganzjährig betriebene Bahnlinie der Alpen.
Ab dem Bahnhof Davos-Platz waren zwei komplette Panorama-Wagen s für den Fanclub reserviert. Unzählige Tunnel wechselten sich mit spektakulären Viadukten und Schutzgalerien ab. Wasserfälle, Berggipfel, Gletscher und Bergseen leuchteten von nahem und weitem. Beim Stopp an der Station „Alpe Grüm“ auf 2091 Metern, stiegen die Musiker mit ihren Instrumenten aus und gaben im Anblick des 3905 Meter hohen Piz Palü mit kalten Fingern ein Ständchen auf dem Bahnsteig.
Von nun an schlängelte sich der Zug in fantastischen Serpentinen weitere 1662 Höhenmeter hinunter ins italienische sommerliche Tirano. Hier wartete bereits ein Mittagessen mit „Veltliner Spezialitäten“ auf die Gruppe, bevor die Bahn zur Rückfahrt startete.
Die Blütenweg-Jazzer packten ihre Instrumente aus und spielten fast die ganze Rückfahrt im Bernina-Express ihre beliebtesten Stücke. Die Begeisterung fand keine Grenzen. Die Musiker ließen sich auch nicht nehmen, auf dem höchst gelegensten Bahnsteig, in 2253 Meter Höhe, beim „Ospizio Bernina“, ein weiteres Ständchen zu geben.
Den Steilhang hinauf
Für Mittwoch war die Fahrt mit dem berühmten Glacier-Express vorbereitet. Während sich die Lok aus 1436 Meter Höhe mit Hilfe eines Zahnrades in mehreren, weiten Schleifen, den Steilhang zum Oberalppass bis 2033 Meter hocharbeitete, bekamen die Fahrgäste ein Mittagessen serviert. Durch schützende Lawinengalerien, vorbei an baumlosen, frisch gepuderten Hängen, glitzernden Bergseen, wolkenverhangenen Gipfeln und malerischen Bergdörfern schlängelte sich der Zug durch entlegene Täler in Richtung der imposanten Rheinschlucht.
Historische Krokodil-Lok
Dann war wieder „Jazz-Time“ angesagt. Die Instrumente kamen ein weiteres Mal zum Einsatz. Draußen tauchten Burgen, Schlösser und Klöster auf, Ortschaften huschten vorbei. In Filisur wurde umgestiegen. Vom eleganten, hochmodernen Glacier-Express wechselte man in den Nostalgiezug mit der historischen „Krokodil-Lok“, die alle wieder zurück nach Davos brachte. Dort angekommen erfreuten die Blütenweg-Jazzer, ein letztes Mal auf dieser Reise ihre Fans, das Bahnpersonal und weitere Reisende mit einigen schwungvollen Stücken.
Das nächste Konzert der Blütenweg-Jazzer findet am Sonntag, 28. Oktober, in der „Traube“ in Reichenbach statt. red
Info: Weitere Informationen unter: www.bluetenweg-jazzer.de
© Bergsträßer Anzeiger, Montag, 22.10.2018

Bundesverdienstkreuz für Prof. Dr. Bruno Weis

Die Originqal Blütenweg-Jazzer gratulieren ihrem Gründer und Bandleader Bruno Weis aufs Herzlichste zum Bundesverdienstkreuz. Es wurde ihm kürzlich von der Hessischen Europaministerin Luzia Puttrich bei einem Festakt in der Staatskanzlei in Wiesbaden überreicht. Natürlich ging das nicht ohne ein Ständchen der Original Blütenweg-Jazzer ab. Hier der Bericht aus dem "Bergsträßer Anzeiger" - herzlichen Dank an den Redakteur Thomas Tritsch für Text und Fotos!

New-Orleans-Sound in der Staatskanzlei

Verdienstorden Europaministerin Lucia Puttrich würdigt Professor Bruno Weis

Sogar der ehrwürdige Büchner-Saal in der Hessischen Staatskanzlei wurde spontan zum Jazzkeller: Nachdem er mit dem Bundesverdienstorden ausgezeichnet wurde, mobilisierte Professor Bruno Weis die Bandkollegen für ein kleines Ständchen. Die "Bourbon Street Parade" in der Regierungszentrale. Auch Europaministerin Lucia Puttrich machte große Ohren.

Zuvor hatte der Bensheimer den Saal mit kleinen Zaubertricks unterhalten. "Wenn Post aus der Staatskanzlei im Briefkasten liegt, dann denkt man erst, man hat etwas falsch gemacht", so Weis bei der Feierstunde in Wiesbaden. Das Gegenteil war der Fall: Mit der hohen Ehrung wird sein langjähriges ehrenamtliches Engagement im kulturellen Bereich gewürdigt.

Die Original Blütenweg-Jazzer, die Weis 1979 gegründet hat, seien aus dem kulturellen und sozialen Leben an der Bergstraße nicht wegzudenken, sagte Lucia Puttrich. Die Bevollmächtigte des Landes beim Bund zeigte sich erstaunt von der bunten und facettenreichen Biografie des Bensheimers, der mit seiner Band auch als offizieller Botschafter der Bergstraße unterwegs ist. Mit Fußballtrainer Klaus Schlappner war ein weiterer Kollege aus dieser Repräsentantenriege in die Landeshauptstadt gekommen, um beim Festakt dabei zu sein.

Bergstraße prominent vertreten

Das vom Bundespräsidenten verliehene Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland - so heißt das korrekt - wurde in Wiesbaden an Weis und drei weitere Persönlichkeiten überreicht. Die Bergstraße war prominent vertreten. Neben der Ersten Kreisbeigeordneten Diana Stolz und dem Kreistagsvorsitzenden Gottfried Schneider war unter anderen auch der frühere Kreisbeigeordnete Egon Straub gekommen. Er hatte Weis für die Ehrung vorgeschlagen. Die siebenköpfigen Blütenweg Jazzer waren komplett anwesend. Diesmal war der Gründer am Banjo nur Zuhörer.

Dr. Bruno Weis ist Elektroingenieur und hat unter anderem als Professor an der Technischen Universität Berlin gelehrt. Daneben war er unter anderem von 1968 bis 1973 Leiter eines Lichttechnischen Labors in Stuttgart. Bis heute ist er der musikalische Leiter einer Band, die in der Bergsträßer Kulturszene seit bald 40 Jahren einen wohlklingenden Namen trägt. Lucia Puttrich bezeichnete Weis und seine Musikerkollegen als Aushängeschild der Region und darüber hinaus.

Unter anderem hat die Truppe zahlreiche Benefizveranstaltungen für karitative Einrichtungen initiiert, etwa für den Hospizverein Bergstraße, für die Hochwasserhilfe in den damaligen neuen Bundesländern, für notleidende Straßenkinder in Südafrika und die Opfer des Hurrikans Katrina in New Orleans. Durch diese Initiativen kamen erhebliche Spendensummen zusammen. Als Dank wurden die Original Blütenweg-Jazzer zu Ehrenbürgern der Stadt New Orleans ernannt.

Im Jahr 2006 tourte die Formation durch Südafrika und spielte vier Konzerte in Kapstadt und Umgebung. Die Gagen wurden für afrikanische Straßenkinder gespendet. Weitere Tourneen führten 2009 nach Litauen, 2011 nach Irland und 2012 entlang der Donau. "Musik als ein Stück Völkerverständigung", so die Ministerin. 2013 gaben die Blütenweg-Jazzer mit anderen regionalen Künstlern ein Benefizkonzert gegen Gewalt und unterstützten damit die vom Frauenhaus Bergstraße ins Leben gerufene Bewegung für ein gewaltfreies Leben.

Engagement auch für soziale Ziele

Seit 2007 ist Weis künstlerischer Leiter des Bergsträßer Jazz Festivals, das jedes Jahr an verschiedenen Veranstaltungsorten mit teilweise international hochkarätigen Musikern stattfindet. Doch sein Engagement erstreckt sich auch in den sozialen Bereich. 1989 gehörte er zu den Gründungsmitgliedern des Rotary Clubs Bensheim-Heppenheim und hat sich seitdem in vielfältiger Weise für dessen Zielsetzungen eingesetzt.

Zwei spezielle Projekte sind hier besonders prominent: ein jährliches Jazzkonzert, das sich 2013 zum Jazzfestival für die Big Bands der Bensheimer und Heppenheimer Gymnasien entwickelt hat. Damit wurde die musikalische Bildung der Schüler betont und die Zusammenarbeit zwischen den Schulen intensiviert. 2014 trat erstmals eine gemeinsame Bergsträßer Schüler-Big Band auf.

Die auf Weis' Initiative 1994 gestartete Partnerschaft mit dem Rotary Club Amersham in Großbritannien dauert bis heute an und sei ein wertvoller Beitrag zur deutsch-britischen Verständigung in schwierigen Zeiten, so die Europaministerin.

"Die Band ist ein großer Teil meines Lebens", sagte Prof. Bruno Weis in seiner Dankesrede. Er freue sich sehr über diese besondere Auszeichnung, die er in Ehren halten werde. Das sei ganz im Sinne des Erfinders, betonte Lucia Puttrich: "Dieser Orden soll getragen werden, um für andere ein Ansporn zu sein." Zum Abschluss zauberte Weis noch einen Blumenstrauß für seine Frau Helga aus der Tasche. Nächstes Jahr ist goldene Hochzeit.

Pressebericht: Kreis-Anzeiger, Zeitungsgruppe Zentralhessen